Blue Microphones Yeti

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Wer regelmäßig am Rechner sitzt und Audio-Aufnahmen machen muss, merkt schnell, dass ein eingebautes Mikrofon oder auch ein durchschnittliches Headset nicht die gewünschte Qualität bietet. Besonders als Podcaster, Sänger oder Sprecher legt man viel Wert auf einen möglichst guten Ton.

Kondensator-Mikrofone sind der Garant für eine gute Aufnahme. Analoge Kondensator-Mikrofone gibt es wie Sand am Strand. Aber besonders für die Zielgruppe der nicht professionellen Kreativen lohnt sich die Anschaffung eines solchen Mikrofons in der Regel nicht. Denn der Rechner verarbeitet nun mal nur digitale Signale, also braucht man ein Mischpult oder ein Audio-Interface, das die Wandlung in eine digitale Spur vornimmt. Die Alternative: man bedient sich einfach eines USB-Mikrofons.

Das Segment der Mikros, die unter anderem für mich als Podcaster interessant sind, beginnt ungefähr bei 60 €. Genau so habe ich mal angefangen, bin damit aber nicht wirklich glücklich geworden. Nach einem knappen halben Jahr musste ich das Teil einschicken, freundlicherweise wurde es direkt ausgetauscht. Ein halbes Jahr später hatte ich den gleichen Defekt wieder. Also habe ich mir ein Neues gesucht. Um es vorweg zu nehmen: ich bin absolut glücklich mit meinem Yeti von Blue Microphones.

Das Yeti bietet eine Vielzahl an optimalen Features und eine grandiose Tonqualität. Blue wirbt damit, dass das Yeti eine innovative Anordnung von drei speziellen Kondensatormikrofonen besitzt, mit der Stereo-, Nieren-, omnidirektionale und bidirektionale Aufnahmen gemacht werden können. Dafür werden drei verschiedene Kondensatorkapseln verbaut. Die Auswahl für die Aufnahmesituation wird über einen eigenständigen Drehschalter getroffen.

Die Einstellungen der Richtcharakteristika:

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  • Stereo: In dieser Einstellung wird voller Raumklang erziehlt, sehr gut geeignet ist die Einstellung für Gesangsaufnahmen, da dadurch im Bassbereich ein sehr satter Klang erzielt wird.
  • Niere: ist die ideale Einstellung, wenn man alleine vor dem Mikrofon sitzt und aufnimmt. Eben die typische Podcast-Situation.
  • Omnidirektional: eignet sich gut um die Atmosphäre einer Aufnahmesituation oder eine um das Mikro angeordnete Gruppe von Rednern, Sängern oder Musikern aufzuzeichnen.
  • Bidirektional: bietet sich an, wenn man das Yeti zwischen zwei Personen stellt, die sich in einer Interview-Situation gegenüber sitzen.

Das Yeti wird mit dem mitgelieferten Mini-USB-auf-USB-Kabel am Rechner angeschlossen. Was soll ich sagen? Das war es auch schon. Weitere Einstellungen sind nicht vorzunehmen, keine Treiber, keine Software. Das ist echtes Plug & Play. Das Yeti lässt sich in den Systemeinstellungen oder unterschiedlichen Programmeinstellungen jeweils als Ein- und Ausgang auswählen. Und da sind wir schon bei dem größten Vorteil vom Yeti: der eigene Kopfhörer-Anschluss.

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Habt ihr schon mal Aufnahmen von euch selbst mit laufendem Software-Monitoring gemacht? Es ist grausam. Dadurch, dass das Signal erst durch den Rechner geschleift und in einem Programm verarbeitet wird, entsteht ein unglaubliche Verzögerung. Diese Verzögerung sorgt dafür, dass man sich selbst zuzuhört und beginnt immer langsamer zu sprechen. Bei dem Yeti gibt es einfach NULL Latenz. Auch wenn man geschlossene Kopfhörer verwendet, klingt alles wunderbar frei und man hört sich kristallklar. Dabei kann man beispielsweise Gesprächspartner, Musik oder sämtliche Systemsounds zusätzlich auf den Kopfhörer-Ausgang legen.

Die Lautstärke kann durch einen separaten Regler individuell angepasst werden. Auch auf dem Rücken des Yetis befinden sich noch zwei weitere Regler. Mit einem kann die Emfindlichkeit bzw. Lautstärke des Mikrofons eingestellt werden, mit dem zweiten wird die bereits genannte Richtcharakteristik eingestellt. Zu guter Letzt gibt es noch einen Mute-Button, mit dem man die Aufnahme des Mikrofons lautlos schalten kann, ohne dass bspw. der Gesprächspartner lautlos geschaltet wird. So kann man diese Taste auch als Räuspertaste verwenden.

Neben dem erwähnten Anschlusskabel findet man noch ein kleines Manual im Karton, das Mikrofon ist bereits an dem sehr stabilen und schweren Standfuss angebracht, lässt sich aber auch über das ebenfalls verbaute Gewinde an einem Mikrofonarm befestigen. All das könnt ihr noch mal in meinem kleinen Unboxing-Video hier im Blog sehen. Eine dem Mikrofon entsprechend weite Spinne habe ich bisher nicht entdecken können. Bei Amazon bekommt man das Yeti derzeit für 147,90 €, ich selbst habe beim Musicstore in Köln bei 119,00 € zugeschlagen.

Technische Details

Systemanforderungen:

  • Mac OS X v10.4.11 oder neuer oder Windows 7/XP Home oder Professional
  • Mindestens 64 MB RAM
  • USB 1.1- oder 2.0-Port

Technische Daten Mikrofon und Leistung

  • Stromquelle/-verbrauch: 5 V 150 mA
  • Abtastrate: 48 kHz
  • Bitrate: 16 Bit
  • Kapseln: Drei Blue-eigene 14 mm-Kondensatorkapseln
  • Richtcharakteristiken: Nieren, omnidirektional, bidirektional, Stereo
  • Frequenzbereich: 20–20 kHz Empfindlichkeit: 4,5 mV/Pa (1kHz) Max. SPL: 120d B (THD: 0,5% 1 kHz)

Kopfhörerverstärker

  • Impedanz: 16 Ohm
  • Drei präzise getunte Kondesatorkapseln in 14 mm Markeneigene Drei-Kapsel-Anordnung Gesamtklirrfaktor: 0.009%
  • Ausgangsleistung (RMS): 130 mW
  • Mikrofonverstärkersteuerung
  • Auswahl für vier Richtcharakteristiken: Stereo, Nieren, omnidirektional und bidirektional
  • Stummtaste und Master-Lautstärkeregelung
  • Latenzfreier Kopfhörerausgang mit Verstärker und Lautstärkesteuerung
  • Frequenzbereich: 15 Hz–22 kHz
  • Signal-Rausch-Verhältnis: 100 dB

Allgemeine Daten

  • Abmessungen (im Ständer): 4,72 x 4,92 x 11,61 Zoll/12,0 x 12,5 x 29,5 cm
  • Gewicht: Mikrofon: 1,2 Pfund/0,55 kg, Ständer: 2,2 Pfund/1 kg

Fotos

Bewertung

sehr gut -
Ich kann nur nur wiederholen, dass ich absolut überglücklich mit dem Yeti bin. Mein vorheriges Mikro kann in keinem Bereich auch nur annähernd mit dem Yeti konkurrieren. Winziges und verblassendes Detail sind die Drehregler: diese könnten ruhig einen Tick strammer sitzen und etwas wertiger wirken. Ansonsten: die Tonqualität ist überwältigend, die Funktionen grandios und optisch passt es perfekt zu dem Alu-Look der Macs. Was soll ich noch sagen? Absolute Empfehlung!

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Über Ryk Thiem

2006 bin ich vom PC zum Mac geswitcht. Seitdem bin ich durch und durch Apple Fanboy, für mich ist das kein Schimpfwort, sondern ein Lob. Als Blogger, Podcaster und Webdesigner bin ich mit meinem MBP Unibody, iPad und iPhone immer für alles ausgerüstet. Mein iPod nano oder mein iPod shuffle fristen leider nur noch ein trostloses Dasein, weil ich ohne mein iPhone nirgendwo mehr hingehe.

4 Gedanken zu “Blue Microphones Yeti

  1. Mal wieder ein sehr guter Testbericht! Großes Lob an den Autor. Mach echt Spass zu lesen und man bekommt richtig Lust dieses Mikrofon man selbst auszuprobieren. Nur leider mache ich so gar keine Audioaufnahmen…

  2. Hallo Ryk,

    toller Artikel. Hab mir gleich das Yeti geholt. Leider ist mir nicht ganz klar wie ich Musik vom PC auf den Kopfhörerausgang des Yeti legen kann.
    Hast Du da nen Tip?
    Danke

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